Ein Grund, kein Hindernis

Person - Grossratswahlen 2010

Am 28. März wählen die Bernerinnen und Berner ihr Parlament und ihre Regierung. Eine Regierung, die hoffentlich auch in Zukunft von unserem bewährten rot-grünen Quartett Rickenbacher/Egger-Jenzer/Perrenoud/Pulver angeführt wird. Was die Legislative betrifft, bin ich im kommenden Wahlkampf ebenfalls mit von der Partie und kandidiere auf der Liste der SP (Liste 8, Wahlkreis Biel-Seeland) für einen Sitz im Grossen Rat.

Ich habe mir diesen Schritt reiflich überlegt. Schon wieder Wahlkampf? Schliesslich will ich nicht riskieren, dass meine anspruchsvolle Aufgabe als Gemeindepräsident leidet. Die Gefahr, sich zu verzetteln, politisch auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen, die besteht zweifelsohne. Deshalb habe ich mir vor meinem endgültigen Entscheid genau überlegt, ob und wie Gemeindepräsidium, Job und ein allfälliges Grossratsmandat unter einen Hut zu bringen sind. Wäre ich nicht überzeugt, dass das möglich ist, würde ich nicht antreten.

Nach einigem Hin und Her und nach etlichen Diskussionen bin ich zum Schluss gekommen, dass das Gemeindepräsidium einer Kandidatur nicht im Wege steht. Ganz im Gegenteil: Gerade diese Tätigkeit führt mir fast täglich vor Augen, welche Bedeutung der Politik auf kantonaler Ebene tatsächlich zukommt. Was dort geschieht, entscheidet, welcher Handlungs- und Gestaltungsspielraum uns auf Gemeindeebene bleibt. «Das schreibt der Kanton so vor, da können wir nichts machen...» – wie oft höre ich diesen Satz oder sage ihn auch selber. Darüber zu Jammern und alles, was «von oben» kommt einfach als gegeben und unabänderlich hinzunehmen, das kann's aber nicht sein! Deshalb – so meine Überzeugung – müssen Gemeindepolitikerinnen und -politiker auch im Rathaus ein gewichtiges Wörtchen mitreden und Verantwortung übernehmen.

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