«Jemand muss über die Klinge springen»

Gmeindsmuni - Gemeinderatswahlen 2007

Am 25. November wählt Aegerten je vier Mitglieder für den Gemeinderat und die Schulkommission. Wer von den fünf Bisherigen kann seinen Sitz im Gemeinderat halten? Anna Katharina Maibach, «Bieler Tagblatt».

«In Aegerten ist der Wahlkampf nicht gehässig», sagt Noch Gemeinderat und SP-Co-Präsident Heinz Oberli. «Man muss ja dann zusammenarbeiten.» Spannend dürfte es am 25. November in Aegerten trotzdem werden. Für die Amtsdauer 2008 bis 2011 werden im Proporz-Verfahren erstmals nur noch je vier Mitglieder für den Gemeinderat und die Schulkommission gewählt. Zwei Frauen und fünf Männer buhlen um die vier Sitze im Gemeinderat. Die Wahl des fünften Sitzes, das Gemeindepräsidium, findet erst 2009 statt.

Spannende Ausgangslage
«Es ist spannend», sagt OV-Gemeinderätin Marlis Schneider zur Ausgangslage. Seit zehn Jahren ist sie im Amt und sie will ihren Sitz im Gemeinderat halten. Mit Schneider stellen sich fünf Bisherige zur Wiederwahl: Drei von der OV und zwei von der SP/Freie Wähler. «Jemand muss über die Klinge springen»,macht nicht nur Daniel Rossel die Rechnung für die Bisherigen. Auf der Liste der SP und Freien Wähler kandidiert er für eine dritte Amtszeit.

«Die Stimmung ist tipptopp, da gibt es nichts zu rütteln», sagt Rossel zum Befinden im Rat und zu den gegebenen Wahl-Voraussetzungen. «Einer ist zu viel», so auch Erich Wälti. Seit sieben Jahren sitzt er für die OV im Rat. Eine Prognose zu stellen, wen es treffen könnte, sei schwierig, sagt der Vize-Gemeindepräsident: «Ich nehme es wie es kommt.» Auch Peter Scherz von der OV strebt weitere vier Jahre an. «In unserer Gemeinde wird nicht nach Partei, sondern vom Kennen her gewählt», sagt Scherz zum Wahlverhalten des 1700-Seelen-Dorfes.

Bereit für eine weitere Amtszeit ist auch der 24-jährige SP-Mann Stefan Krattiger. «Die Chancen sind intakt», sagt Heinz Oberli zu den beiden Bisherigen Rossel und Krattiger. Oberli selbst scheidet wegen Amtszeitbeschränkung aus dem Gemeinderat aus.

Neu für die SP kandidiert dafür Oberlis Sohn Sacha, Berufsmilitär und Mitglied in der Regionalen Führungsorganisation RFO der Regio BASSS.

Vier aus acht
Mit Susanne Keller stellt sich eine zweite OV-Frau für den Gemeinderat zur Wahl:«Über meine Chancen habe ich mir noch keine grossen Gedanken gemacht», sagt die Familienfrau. Während zwölf Jahren war sie, noch für die SP, in der Steuerkommission.

Für die vier Sitze in der Schulkommission sind acht Wahlvorschläge eingegangen. Ins Rennen gehen die Bisherigen Liselotte Flückiger und Thierry D’Epagnier von der OV, für die SP und Freien Wähler Bea Roth und Cornelia Wälchli. Katharina Capillo und Sandro Ferrara von der SP und LilianeWidmer und Martin Fasolin, beide OV, sind die Neuen auf den Listen.

«Effizient, kollegial und sachlich», so soll laut den Bisherigen auch künftig der Gemeinderat funktionieren. «Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit gehabt. Über die Parteigrenzen hinaus», bekräftigt Heinz Oberli. Er war insgesamt 24 Jahre mit Unterbruch im Aegerter Gemeinderat.

Artikel im «Bieler Tagblatt» vom 25. Oktober 2007 | Artikel als PDF

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