Wer in einem Dorf politisiert, braucht eine gehörige Portion Mut!

Gmeindsmuni - Gemeindepräsidentenwahl 2009

Simonetta Sommaruga | 26.08.2009 | Wahlempfehlung im «Aegerter»

Gemeindepolitik ist nicht spektakulär, aber mindestens so anspruchsvoll wie die «grosse», nationale Politik. Wer in der Gemeinde politisiert, braucht eine gute Portion gesunden Menschenverstand, muss kompromissfähig sein und ein offenes Ohr haben für die Anliegen der Bevölkerung. Genau deshalb ist Stefan Krattiger ein Glücksfall für Aegerten!

Gemeindepolitik hat  manchmal einen nicht allzu guten Ruf. Der Handlungs- und Gestal-tungsspielraum ist beschränkt und der Gemeinde bleiben oft nur noch die «politischen Brös-meli» – jene Geschäfte nämlich, die Bund und Kantone nicht schon entschieden haben.

Der Glanz der «grossen Politik» fehlt der Gemeindepolitik, und in den Medien erscheinen die Mitglieder des Gemeinderats fast ausschliesslich vor den Wahlen oder dann, wenn etwas nicht gut läuft. An der Gemeindeversammlung muss  der Gemeinderat nicht grosse Reden schwingen, sondern konkrete und handfeste Lösungen bieten. Es geht um Abwasserentsor-gung, um einen Jugendtreff, um die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs oder die Erneuerung eines Strassenbelags.

Nahe bei den Menschen

Wenn ich heute zurückschaue, gehören aber gerade meine Jahre im Gemeinderat von Köniz zu den wichtigsten Lehrjahren für meine politische Arbeit. Als Vorsteherin der Direktion «Feuerwehr und Zivilschutz» konnte ich Aufgaben anpacken, die mir zuvor völlig unbekannt waren. Das war für beide Seiten spannend und bereichernd. In der Gemeinde habe ich ge-lernt, was in der Politik so wichtig ist: Bodenhaftung und Beharrlichkeit.

Alles was in der Gemeinde entschieden wird, betrifft unser Leben ganz unmittelbar. Nirgends ist die Politik näher an der Bevölkerung, nirgends sind die Reaktionen der Bevölkerung di-rekter und ehrlicher. In einem Dorf zu politisieren erfordert eine gehörige Portion Mut. Wer politisiert, exponiert sich und wird kritisiert. Gerade ein Gemeindepräsident muss offen auf die Menschen zugehen können und sich für ihre Anliegen interessieren. Er muss Probleme analysieren, er muss sie anpacken und die eigene Haltung ohne falschen Stolz hinterfragen und falls nötig revidieren können.

Eindrücklicher Beweis

Stefan Krattiger hat in den letzten Jahren als Gemeinderat dank seiner Bodenhaftung und seiner Beharrlichkeit eindrücklich bewiesen, dass er tragfähige Lösungen über die Partei-grenzen hinweg findet. Seine Politik steht im Dienste der ganzen Bevölkerung, und deshalb hat er in der Politik auch immer wieder Mehrheiten schaffen können. Wer während den letz-ten Jahren mit ihm zusammen gearbeitet hat, kann das bestätigen. Dass er all dies mit seinen jungen 26 Jahren geschafft hat, verdient unseren Respekt.

Wäre ich Aegerterin, würde ich Stefan Krattiger mit Überzeugung meine Stimme geben!

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