Viele Probleme und noch keine Lösungen

Gmeindsmuni - Öffentlicher Verkehr

05.02.2010 | Artikel im Bieler Tagblatt |

Die Probleme auf der Buslinie zwischen Biel und Lyss sind zahlreich, seit Postauto Schweiz für den Betrieb verantwortlich ist. Nun kam es zu einer Aussprache.

Seit dem Fahrplanwechsel im letzten Dezember wird die Linie 74 (Biel–Lyss–Biel) nicht mehr von den Verkehrsbetrieben Biel (VB), sondern von der Postauto Schweiz AG betrieben. Seither sind verschiedene Problembereiche festzustellen. So können unter anderem Einzelbillette nur noch beim Chauffeur gelöst werden, die hilfreichen Abfahrtsanzeigen bei den Haltestellen sind nicht mehr in Betrieb und Verspätungen oder zu frühe Abfahrten sind häufig. Infolgedessen können Anschlüsse insbesondere bei viel Verkehr nicht immer gewährleistet werden. Ausserdem gilt neu das vom Bund vorgeschriebene nationale Tarifsystem, welches mit demjenigen der VB nicht kompatibel ist, und die bewährte Haltestelle am Bieler Zentralplatz wurde ersatzlos gestrichen.

Dem Unmut Luft gemacht

Nachdem sich viele ÖV-Benutzerinnen und -Benutzer über die Verschlechterung der Gesamtsituation beschwert hatten, haben die Gemeindebehörden von Aegerten, Brügg, Studen und Worben das Gespräch mit den Verantwortlichen der Postauto Schweiz AG, dem kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr AöV sowie der Regionalen Verkehrskonferenz (RVK1) gesucht. Anlässlich einer Aussprache machten sie ihrem Unmut Luft, durften jedoch zur Kenntnis nehmen, dass alle Beteiligten bestrebt sind, die unbefriedigende Situation zu verbessern.

Vorschläge der Gemeinden

Jedoch: Verbesserungsmassnahmen, welche mit grösseren Investitionen verbunden sind (z.B. Billettautomaten an den Haltestellen) sind für die Postauto Schweiz AG allerdings vorerst nicht möglich, da eine Beschwerde der früheren BuslinienBetreiberin (VB) gegen den Betreiberwechsel beim Bundesverwaltungsgericht hängig ist. Massnahmen, wie zum Beispiel im Bereich der Linienführung sowie der Haltestellendichte und -anordnung, um den knapp bemessenen Fahrplan auch in Spitzenzeiten einhalten zu können, wurden diskutiert oder sind in Vorbereitung. Die Gemeindevertreter haben das Angebot unterbreitet, Mehrfahrtenkarten künftig auch in den Gemeindeverwaltungen der betroffenen Gemeinden zum Verkauf anzubieten, um zu einer Entschärfung des Problems beizutragen.


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